Kann nicht zahlen, weil ich...

      Kann nicht zahlen, weil ich...

      Guten Morgen ;)

      Heute haben Hendrik und ich in unserer Tageszeitung einen witzigen Beitrag gefunden, der sich mit den absurden Anschreiben befasst, welche das Finanzamt ab und erhält. Sehr amüsant :D


      „Kann nicht zahlen, weil ich tot bin“
      Absurdes rund um die Steuer

      VON GREGOR THOLL

      Herne (lnw). „Ich bin zur Abgabe der angeforderten Steuererklärung nicht verpflichtet, weil ich am 24.12.2002 verstorben bin“. Die absurde Erklärung des Toten, die beim Herner Finanzbeamten Ralf Sikorski auf dem Schreibtisch landete, war eine Erklärung des Steuerberaters im Namen des Gestorbenen. „Viele Menschen begegnen dem Finanzamt bewusst mit Komik“, sagt Sikorski, „manche auch unfreiwillig komisch“. So reichte eine Familie augenzwinkernd ein Lebkuchenhaus ein und beantragte dafür formlos die Eigenheimzulage. Ein steuerpflichtiger Brummi-Lenker gab hingegen „elkaweh-fara“ als Beruf an und Sikorski weiß nicht, ob er es besser gewusst hätte.

      Ein in Deutschland lebender Afrikaner schrieb an sein Finanzamt, dass er zu seinem Bedauern die Vordrucke zur Steuererklärung zurückgeben wolle: „Ich habe an diesem, Ihrem Einkommenssteuerdienst, keinerlei Interesse. Bitte streichen Sie meinen Namen aus Ihrer Kundenliste, denn dieses System verwirrt mich und ich weiß nicht, wer Ihnen meinen Namen als Interessenten genannt hat.“ Ein Austrittswunsch ging auch beim Finanzamt Gladbeck ein. In einem selbstgestalteten Formular gab der Absender an: „Ich habe schon einmal Steuern bezahlt und es hat mir nicht gefallen.“

      Statt seines Austritts erklärte im August 2004 ein anderer Bürger der Bundesrepublik den „Bürgerkrieg“. Laut Sikorski schrieb er allen Finanzämtern in Deutschland einen Brief, in dem es hieß: „Ich lehne die Steuergesetzgebung der Bundesrepublik ab. Ich hasse alle Beamten. Ich fühle mich getreten und gedemütigt. Und bestohlen.“ Autor Sikorski findet es gar nicht so erstaunlich, dass in Finanzämtern derart heftige Schreiben landen. „Kaum ein anderes Rechtsgebiet wird jedes Jahr so vergewaltigt wie die Steuergesetzgebung.“

      Ralf Sikorski: Wo bitte kann ich meinen Mann absetzen?

      Verlag Neue Wirtschafts- Briefe, Herne, 24 Euro

      Wo bitte kann ich meinen Mann absetzen?“, lautet der Titel des Buches von Ralf Sikorski (47). Der stellvertretende Leiter des Finanzamtes in Herne hat seinen Alltag protokolliert.
      Was du heute denkst, wirst du morgen sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Miss Kroft“ ()

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